Neujahr 2012, irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr morgens. Ich bin verdammt glücklich, denn in meiner rechten Hand liegt die meines Freundes. Wir kommen von einer schönen Silvertserfeier bei Freunden und könnten eigentlich die fast leeren Straßen Bielefelds genießen. Aber mein Puls geht nicht so ruhig, wie er eigentlich sollte, meine Augen verfolgen den Weg vor uns, beobachten jede Hausecke und blicken auch mal hektisch zurück. Wir sind eben doch nicht so alleine, der Westen und die Innenstadt spucken weitere Heimgänger wie uns aus den Häusern und Diskotheken. Und jeder, der mein Gesichtsfeld betritt, wird ad hoc in eine Schublade gepackt: Gefahr oder nicht. Read the rest of this article »
14 Tickets sind im letzten Jahr zur Sammlung hinzugekommen. Davon sind 11 Karten für Konzerte gewesen, sowie ein Festival-Ticket, eine Musical-Karte und eine Eintrittskarte für eine Fernsehsendung. In 2012 werde ich hoffentlich ähnlich viel schaffen (und auch direkt verbloggen), hier folgt also nun die Zusammenfassung aus 2011: Read the rest of this article »
Es dauerte ganze 809 Tage und brauchte viele Fahrten von Bielefeld, Sennestadt, Isselhorst und Gütersloh nach Verl (und zurück). Es begleitete mich Radtouren durch Bielefeld, Herford, Köln, Bonn und Düsseldorf, viele Kilometer an der Nordsee – mit und gegen den Wind. Es musste teilweise abenteuerliche Lasten schleppen und diverse Einkäufe erledigen. Nur fünf mal hat es geschwächelt und war platt. Eine neue Kette, ein neues Gepäckträgersystem und eine neue Sattelstütze waren fällig. Seit kurzem fühlt es sich noch mal neu und besser an mit neuen Pedalen, Griffen und einem Kernledersattel. Manchen Kilometer wurde es auch in Sennebahn, Regionalexpress und IC mitgenommen. Seine Akkukraft ist aber immer noch fast wie am ersten Tag und ich freue mich auf weitere 10.000km, denn die ersten 10.000liegen seit dem 14.10.2011 hinter mir und meinem Pedelec. Sie waren wunderschön. Wir können nun auf die Nachkommastelle verzichten.
Auf den Online-Shop fairtradebar bin ich bei der Suche nach Sneaker-Socken in Bio-Qualität gestoßen, woran man erkennen kann, dass dieser Artikel eigentlich viel, viel früher veröffentlicht werden sollte. Auch wenn das Wetter draußen mittlerweile mehr in Richtung Wintersocke geht, soll sich die Veröffentlichung nicht noch bis zum nächsten Sommer hinziehen. Read the rest of this article »
Kennt ihr diesen furchtbaren Moment, wenn etwas nicht an dem Ort ist, an dem ihr es vermutet? So ging es mir gestern Abend als ich – angekommen beim tollsten Mann – mein iPad aus der Tasche holen wollte, um ihm die grandiose Zeit App zu zeigen. Kein iPad da und mein Stimmung sofort im Bereich “Panik”. Es ist ja nicht so, dass es gerade einmal 3 Monate her ist, dass mein Portemonnaie spurlos verschwunden ist. Und nun sollte meinen so jungen iPad das gleiche Schicksal ereilen? Read the rest of this article »
Ein ganz toller Stop-Motion-Film zeigt die Veränderung einer Farm in einen Industriehof – so wie es wohl viele Farmen erlebt haben. Dazu läuft im Hintergrund ein sehr schönes Cover von Coldplays “The Scientist”, dessen Erwerbspreis im iTunes Store zu 100% an die im Film beworbene Chipotle Cultivate Foundation geht.
Sehenswert. In meinem Fall auch kaufenswert. Auf jeden Fall ist es aber wert, mal wieder über das Thema Nutztierhaltung nachzudenken.
Im Jahr 2000 waren meine Eltern in Bad Kohlgrub in einem Restaurant oder Hotel. Sie wurden höflich vom Kellner gefragt, ob sie den Tisch, den sie sich ausgesucht hatten frei machen könnten, da ein Stammgast sich angekündigt hatte, der immer an diesem Tisch zu sitzen pflege. Natürlich folgten meine Eltern der Bitte, auch wenn mein Vater sehr gespannt war, wer dieser “Lackaffe” denn sei.
Der Lackaffe ist nun in der Nacht von Montag auf Dienstag sanft entschlafen, nachdem er uns alle über Jahrzehnte hinweg mehrfach zum Lachen gebracht. Obwohl ich damals nicht das Glück hatte, dabei zu sein und meinen Platz für ihn frei zu machen, bin ich sehr traurig, dass er nun von uns gegangen ist – auch wenn man mit 87 Jahren allemal das Recht dazu hat. Mein Vater, sein größter Fan in unserer Familie, hat ihm auf jeden Fall sehr gerne “seinen” Tisch überlassen und fragt sich heute wohl wieder, ob er sich nicht hätte trauen sollen und ihn anzusprechen.
Ich gebe unumwunden zu, dass ein Besuch in den Restaurants meines geschätzten Herrn Jamie Oliver für mich DER Grund ist, England zu besuchen. Und obwohl ich mein erstes Jamie-Oliver-Kochbuch schon seit Anfang des Jahrtausends mein Eigen nenne, habe ich es tatsächlich jetzt erstmalig geschafft, die beeindruckende Stadt London zu besuchen und dort Jamies erstem Restaurant Fifteen einen Besuch abzustatten.
Nachdem wir also zu unserem online reserviertem Tisch gebracht wurden (wo ich mal wieder feststellen muss, dass mein Nachname sich nur bedingt für den angelsächsischen Raum eignet), erschien sofort “unser” Kellner, begrüßte uns freundlich und händigte uns die Karte aus. Nachdem wir mit dem Aufbau der übersichtlichen Karte (ein größer Zettel) vertraut und auf Änderungen in den Menüs aufmerksam gemacht wurden, ging es an die Auswahl. Dank iPhone und freiem WLAN waren Lücken im Sprachfundus kein Problem (“Es ist ein Fisch”).
Während meine Mitesser anscheinend nicht so hungrig waren, gab ich mir das volle Programm: Vier Gänge nebst zwei passenden Weinen.
Die Tapete bleibt kleben, die Farben sind gestrichen und die Kisten stehen gestapelt in einer Ecke – die Grundlage dafür, dass ich nach fast sechs Jahren wieder mit dem Bloggen anfange sind gelegt. Schön, dass ihr trotzdem schon vorbeischaut, ich habe auch extra nochmal frisch durchgekehrt.
Wie ihr oben lesen könnte, scheine ich doch tatsächlich so etwas wie eine Idee hinter diesem Blog zu haben und mich auf ein paar Themen aus meinem Leben stürzen zu wollen. In welche Richtung es dann abdriften wird, kann ich selbst noch nicht einschätzen (aha, also doch keinen Plan), aber ich freue mich nun erst mal, dass ich wieder eine Plattform habe, um mehr aus diesem verwirrten Kopf loszuwerden, als dies bei Twitter & Co. möglich ist. In jedem Fall aber wird es kein “ich”-Blog, sondern eben ein Themen-Blog mit also nun vier fünf Themen plus Rest a.k.a. Privates. Sollte man tatsächlich mehr über mich wissen wollen, so gibt es ja schon meine kleine Webseite, die auch bald noch ein inhaltliches Update erfahren wird.
Nebenbei werde ich aber in den kommenden Tagen noch die Kisten ausräumen müssen, den ein oder anderen Nagel im Theme einschlagen und vielleicht auch noch einmal mit dem Pinsel pinseln lassen.