Trotz Urlaub um 7.30 aufwachen und den Liebsten nochmal zudecken und mit einem Kuss weiterschlafen lassen. Mit der kühlen Sonne um die Wette durch das neue Viertel fahren. Sich am Marktklön erfreuen. Beim Bäcker Schlange stehen ohne dass es nervt. Den Liebsten wach kuscheln. Mit den tollsten Freunden auf der Dachterrasse beobachten, wie die Sonne Millimeter für Millimeter über den Frühstückstisch kriecht und dabei Brötchen, Wurst, Käse, Eier, grünen Spargel, Erdbeeren, Joghurt und Rhabarberkompott, Kaffee, Tee und Saft findet. Sich den ersten Sonnenbrand des Jahres einfangen und sich darüber freuen. Bis in den Nachmittag quatschen, tanzen und lachen. Eis auf dem Leineweber vernaschen und auf dem Heimweg nicht ohne einen Smoothie aus dem Lieblingscafe gehen wollen. Zweisam sein. Pasta in der Abendsonne verdrücken, Fritz Kola trinken und zwei neue Tanzschritte im letzten Tageslicht lernen. Die Lieblingsserie eng an eng auf dem Sitzsack sehen und dabei den Rest Erdbeeren, Rhabarber, Quark und Mascarpone vernichten. Dem Liebsten sagen, was man ihm schon zigmal gesagt hat und sich immer noch wie beim ersten Mal fühlen.
Eigentlich sind es sogar 5 1/4 Jahre.
Als ich damals in meine erste eigene Wohnung einzog, war es mehr wie das Ende einer Flucht. Ich hatte einen Platz gefunden, wo ich für mich sein konnte. Wo alles, was mir lieb war, näher sein konnte als früher und alles was mir lieb ist, in einem gesunden Abstand wieder gesunden konnte. Meine erste Wohnung war mir lieb ohne dass sie sie lieb hatte. Sie funktionierte, sie bot mir, was ich brauchte und es gab kaum Grund zu klagen. Read the rest of this article »
Ich bin ja nicht der große Musikfinder. Wenn ich auf einen Künstler oder eine Band aufmerksam werde, haben sie meist schon zwei bis drei Alben raus und stehen gerade vor oder kurz hinter dem Durchbruch. Enno Bunger hat auch schon das zweite Album draußen, bevor er in mein Ohr vorstoßen konnte – dafür nun um so heftiger.Iich bin richtig verliebt in seine gefühlvollen und lyrischen Texte und sein Klavierspiel, das mich so in den Arm nimmt und seine Stimme, die mein Herz streichelt.
Nachdem das aktuelle Album »Wir sind vorbei« [iTunes] gestern schon in meiner iTunes Bibliothek landete, folgte nach einer Youtube Session heute auch prompt das Debüt-Album »Ein bisschen mehr Herz« [iTunes]. Ich hab schon lange kein Album mehr gehört, dass mein Herz so springen ließ und mich im nächsten Song so herzhaft zum Weinen brachte. Und nun gleich zwei auf einmal.
Es war im Grunde Liebe auf den ersten Klang – mit »Ich möchte noch bleiben, die Nacht ist noch jung«. Vielleicht auch, weil es gerade so wunderbar zu mir passt:
Man kann es drehen und wenden wie man will. Manch einer wird es nicht verstehen, viele werden mit mir übereinstimmen und zunicken, für andere wird es unnötig erscheinen – weil es doch schon selbstverständlich ist. Aber aus gegebenen Anlass hier meine Danksagung an Twitter, an Facebook und an Apple. Read the rest of this article »
Ich habe gerade festgestellt, dass ich zuviel habe. Und hiermit meine ich nicht das übliche Problem einer Überflussgesellschaft, sondern schlicht, dass ich zu viel Zeit brauche um mit einem 24h-Tag aus zu kommen. Im Grunde habe ich also beides: Zuviel und zuwenig.
Die Arbeit verlangt aktuell zahlreiche Überstunden, es gibt viele grüne Geschichten abzuarbeiten und zwei neue grüne Steine wurden ins Rollen gebracht. Ich lechze nach Zeit mit meinem Freund. Meine Eltern können immer noch nicht ohne mich. In diesem Jahr ist schon viel (Tolles) passiert, was geregelt werden musste. Read the rest of this article »
Neujahr 2012, irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr morgens. Ich bin verdammt glücklich, denn in meiner rechten Hand liegt die meines Freundes. Wir kommen von einer schönen Silvertserfeier bei Freunden und könnten eigentlich die fast leeren Straßen Bielefelds genießen. Aber mein Puls geht nicht so ruhig, wie er eigentlich sollte, meine Augen verfolgen den Weg vor uns, beobachten jede Hausecke und blicken auch mal hektisch zurück. Wir sind eben doch nicht so alleine, der Westen und die Innenstadt spucken weitere Heimgänger wie uns aus den Häusern und Diskotheken. Und jeder, der mein Gesichtsfeld betritt, wird ad hoc in eine Schublade gepackt: Gefahr oder nicht. Read the rest of this article »
14 Tickets sind im letzten Jahr zur Sammlung hinzugekommen. Davon sind 11 Karten für Konzerte gewesen, sowie ein Festival-Ticket, eine Musical-Karte und eine Eintrittskarte für eine Fernsehsendung. In 2012 werde ich hoffentlich ähnlich viel schaffen (und auch direkt verbloggen), hier folgt also nun die Zusammenfassung aus 2011: Read the rest of this article »
Kennt ihr diesen furchtbaren Moment, wenn etwas nicht an dem Ort ist, an dem ihr es vermutet? So ging es mir gestern Abend als ich – angekommen beim tollsten Mann – mein iPad aus der Tasche holen wollte, um ihm die grandiose Zeit App zu zeigen. Kein iPad da und mein Stimmung sofort im Bereich “Panik”. Es ist ja nicht so, dass es gerade einmal 3 Monate her ist, dass mein Portemonnaie spurlos verschwunden ist. Und nun sollte meinen so jungen iPad das gleiche Schicksal ereilen? Read the rest of this article »
Im Jahr 2000 waren meine Eltern in Bad Kohlgrub in einem Restaurant oder Hotel. Sie wurden höflich vom Kellner gefragt, ob sie den Tisch, den sie sich ausgesucht hatten frei machen könnten, da ein Stammgast sich angekündigt hatte, der immer an diesem Tisch zu sitzen pflege. Natürlich folgten meine Eltern der Bitte, auch wenn mein Vater sehr gespannt war, wer dieser “Lackaffe” denn sei.
Der Lackaffe ist nun in der Nacht von Montag auf Dienstag sanft entschlafen, nachdem er uns alle über Jahrzehnte hinweg mehrfach zum Lachen gebracht. Obwohl ich damals nicht das Glück hatte, dabei zu sein und meinen Platz für ihn frei zu machen, bin ich sehr traurig, dass er nun von uns gegangen ist – auch wenn man mit 87 Jahren allemal das Recht dazu hat. Mein Vater, sein größter Fan in unserer Familie, hat ihm auf jeden Fall sehr gerne “seinen” Tisch überlassen und fragt sich heute wohl wieder, ob er sich nicht hätte trauen sollen und ihn anzusprechen.
Die Tapete bleibt kleben, die Farben sind gestrichen und die Kisten stehen gestapelt in einer Ecke – die Grundlage dafür, dass ich nach fast sechs Jahren wieder mit dem Bloggen anfange sind gelegt. Schön, dass ihr trotzdem schon vorbeischaut, ich habe auch extra nochmal frisch durchgekehrt.
Wie ihr oben lesen könnte, scheine ich doch tatsächlich so etwas wie eine Idee hinter diesem Blog zu haben und mich auf ein paar Themen aus meinem Leben stürzen zu wollen. In welche Richtung es dann abdriften wird, kann ich selbst noch nicht einschätzen (aha, also doch keinen Plan), aber ich freue mich nun erst mal, dass ich wieder eine Plattform habe, um mehr aus diesem verwirrten Kopf loszuwerden, als dies bei Twitter & Co. möglich ist. In jedem Fall aber wird es kein “ich”-Blog, sondern eben ein Themen-Blog mit also nun vier fünf Themen plus Rest a.k.a. Privates. Sollte man tatsächlich mehr über mich wissen wollen, so gibt es ja schon meine kleine Webseite, die auch bald noch ein inhaltliches Update erfahren wird.
Nebenbei werde ich aber in den kommenden Tagen noch die Kisten ausräumen müssen, den ein oder anderen Nagel im Theme einschlagen und vielleicht auch noch einmal mit dem Pinsel pinseln lassen.