Wie ich die Ortungsfunktion lieben lernte
by schreiblockade on 17/09/2011Kennt ihr diesen furchtbaren Moment, wenn etwas nicht an dem Ort ist, an dem ihr es vermutet? So ging es mir gestern Abend als ich – angekommen beim tollsten Mann – mein iPad aus der Tasche holen wollte, um ihm die grandiose Zeit App zu zeigen. Kein iPad da und mein Stimmung sofort im Bereich “Panik”. Es ist ja nicht so, dass es gerade einmal 3 Monate her ist, dass mein Portemonnaie spurlos verschwunden ist. Und nun sollte meinen so jungen iPad das gleiche Schicksal ereilen?
Der tollste Mann hatte dann aber die rettende Idee, die Ortungsfunktion zu nutzen. Gesagt, getan und schon präsentierte mir Google, dass es im Betriebsbahnhof nahe des Hansaring Köln lag. Ich musste es also im IC liegen gelassen haben. Vollidiot. Auf dem Weg zum Bahnhof folgten dann zahlreiche Telefonate, angefangen vom Kölner Hauptbahnhof, die mich an die Fundstelle weitergaben von wo aus ich die Nummer des Stellwerks Köln bekam und einen Suchauftrag abgab. Kurz vor dem Betriebsbahnhof dann ein Rückruf:
»Wir haben kein iPad finden können.«
»Das muss aber dort sein, ich kann das technisch Orten und es sagt mir klipp und klar, dass es vor Sekunden im Betriebsbahnhof geortet wurde.«
Darauf hin telefonierte der Mitarbeiter nochmals mit einer Person und wenige Sekunden später dann die erlösende Antwort.
»iPad gefunden, sie können es sich beim Pförtner abholen.«
Dort standen wir dann schon bereit als mein iPad gebracht wurde. Nach einem absurd verwirrendem Telefonierspiel, in dem ich dann nochmals das Stellwerk anrufen musste, mein iPhone an den Pförtner weitergab und dieser dann erst noch meinen Personalausweis haben wollte und sich dann doch nichts notierte, konnte ich dann mein iPad endlich wieder in Empfang nehmen.
Ich bin ja ein datenschutzkritischer Mensch, aber gestern Abend war ich sehr froh, dass ich mein iPad technisch Orten konnte. Jetzt brauche ich nur noch eine Lösung für das Portemonnaie.
dominic.hallau@me.com
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